Till Woeske, Galerist jetzt in Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf – Galerie Umzug und Start der Galerie

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Till Woeske Kunstspektakel in der Mommsenstraße - Woeske Gallery - Skulpturen, Installationen und Gemälde

Till Woeske, Artdealer und Galerist, Gallery Woeske Foto: Mané Wunderlich

27.07.13 woeskegallery.com Till Berlin Galerie Next Generation

Am 6. Juli 2013 lud  „Woeske Gallery“  zur Eröffung und es war das Grand opening – wie von Till Woeske angekündigt – in der Mommsenstrasse unweit des Kurfürstendamm, nahe Adenauerplatz im Westen des Berliner Ortsteils Charlottenburg (Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf). Ab 19.00 Uhr gab es kein Durchkommen mehr, nicht auf dem Gehweg, nicht im Inneren der Galerie, so zahlreich waren die Besucher erschienen. Viel Gesprächsstoff lieferte das, was Woeske und seine Mitstreiter an den frisch getünchten Wänden der neuen Räumlichkeiten inszeniert hatten.

Zur Eröffnung zeigt Woeske eine kuratierte Gruppenausstellung, mit den jungen aufstrebenden Künstlern Sebastian Mögelin (Malerei, Installation), MARCK (Installation, Videoskulptur), Feng Lu (Skulptur), Herbert Tilly (C-Prints auf Aluminium), Kai Hellbardt (Malerei), DODE (Skulptur), Ulrich Riedel (Wandskulptur), Selma Devrim Fener (Malerei).

Dabei nutzen die jungen Ausstellungsmacher die unkonventionell geschnittene Architektur der Räumlichkeiten, die den Eindruck mehrerer ineinander geschobener Würfel vermittelt, professionell aus. An den großen, gerade stehenden Wandflächen hat Woeske die großformatige Malerei Dervrims und Mögelins gehängt, eine Installation von MARCK und eine bemerkenswerte Wandskulptur von Ulrich Riedel angebracht. Damit gelingt es ihm innerhalb der Ausstellung contemplative „white cubes“ zu schaffen, in die sich der Betrachter förmlich zurückziehen kann. Obwohl sie de facto gar nicht existieren. An den schmaleren Wänden und den Durchgängen platziert er die Werke, die von sich aus, selbsttätig in den Raum nach dem Betrachter greifen und sich der Wahrnehmung des Rezipienten öffnen. Seien es die Figuren Feng Lus, die realistischen Männerportraits auf den Bildern Hellbardts, Tillys der geometrischen Struktur verschriebene großartige C-Prints oder die fesselnden Videoskulpturen MARCKS – man kann das nur als klugen und überaus gelungenen Schachzug des Galeristen bezeichnen.

Unauffällig, hoch und weiß gestrichen scheint der in einer Seitennische platzierte Bartresen fast gar keinen Raum einzunehmen, sondern sich ganz selbstverständlich der um ihn herum installierten Kunst unterzuordnen. Die Rückwand dahinter bildet die Bühne für eine Videoskulptur von MARCK.

Nackt tanzt eine Frau mit den uns allen vertrauten Abramovic-Bewegungen vor der Statue einer Maria Immaculata, deren schattenhaften Umriß wie ein Gefängnis ist, das sie nie verlassen kann.

MARCK-Neue-Freiheit-2011-LCD-panel-PU-34-x-20-x-9_5-cm-Foto-Mané-Wunderlich-  Ulrich-Riedel-oT-ME-WE_Wand-Modell-16-2012-lackiertes-Holz-48-x-153-x-10-cm-Foto-M-Wunderlich

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MARCK, Neue Freiheit, 2011, LCD panel, PU, 34 x 20 x 9,5 cm – Ulrich Riedel, o.T. (ME-WE_Wand, Modell 1:6), 2012, lackiertes Holz, 48 x 153 x 10 cm – – Kai Hellbardt, Streifschuss, 2013, Öl auf Leinwand, 40 x 65 cm – Herbert Tilly, No. 5 (Maximum Reduction Series), 2012 C-Print on Aluminium, 90 x 120 cm – Herbert Tilly,  No 47 (Maximum Reduction Series), 2012, C-Print auf Aluminium, 90 x 120 cm – Sebastian Mögelin, 7 Sins, 2012, mixed media, 110 x 110 x 20 cm

Daneben, an der angrenzenden Seitenwand, auf einem weißen Regalbrett hat Mögelin eine Installation angerichtet – Titel „7 Todsünden“, ein Schelm, wer Böses denkt.

Ganz großes Galeristenkino – Chapeau Till Woeske und viel Glück!

Euer StyleConcierge Mané Wunderlich