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Modern präsentiert das Delphi Theater die Oper zum Verstehen. Lange vergessen und doch schon einmal Thema seit dem 16. Jahrhundert. Giuliana Retali und Matthias Kramer öffnen uns die Oper und es entstand die vierte Revolution. Eine Rezitation lässt uns die Oper, die Texte und Handlungen verstehen.

Oper Worte Berlin Giuliana Retali Konzert

Oper Worte Berlin Giuliana Retali Konzert Auffuehrung

Florenz – Ende des 16. Jahrhunderts, Ziel der Akademiker das Antike Drama wieder zu beleben. Musik und geschriebenes Wort sollten mit Gesangssolisten, einem Chor und Orchester zu einer besonderen Vorstellung zusammengefügt werden. Dichter (z.B. Ottavio Rinuccini), Musiker, Philosophen, Adelige und ein Kunstmäzen waren die Förderer. Sie wussten nicht, was sie für die Menschheit, im besonderen den Kunstliebhabern schufen. Die Oper.

Zu dieser Zeit wünschten sich die Menschen nach dem harten wetterbedingten (Klima – kleine Eiszeit in Europa) und kirchlich reglementierten Mittelalter den Frohsinn in Musik und Spiel. Florenz war mit reichen Kaufleuten eine Weltmacht. Nicht nur in die Städte, ihrer Gebäude wurde masslos investiert. Auch in den Zeitvertreib und dem Streben nach Neuem.

Die Oper wurde sofort angenommen. Musik war immer schon schnell bei den Menschen beliebt. Die Dramatik zog ein. Überraschungen in Form von Wunder und Zauber wurden durch eine aufwendige Bühnenmaschinerie präsentiert. Mit den verschiedenen Themen und Stücken wurden die Aufbauten, Bühnenbauten auch immer aufwendiger. In Venedig wurde 1637 das erste öffentliche  Opernhaus gebaut und feierlich präsentiert (Teatro San Cassiano). Noch hatten die Opern „mythischen Stoffe“ als Inhalt. Die verschiedenen Jahreszeiten und deren Feste hielten Einzug (Karnevals, Ostern,  Sommerpause, Herbst „Erntedank“ bis zum Advent). Die Themen nahmen das Leben auf.

Die Oper ging um die Welt. In Paris angekommen wurde 1662 das Ballett mit eingefügt. Der Ablauf war grandios und übertönte die eigentliche Oper. In Deutschland legt man das Jahr 1627 zugrunde. Ein Deutsche Komponist schreibt die erste Oper (verschollene) Dafne von Heinrich Schütz. 1644 entstand die erste bis heute erhaltene deutschsprachige Oper (Sigmund Theophil Staden) Das Ende des 30-jährigen Krieges beendete eine katastrophale Zeit Europas und es entstanden Opernhäuser ind Deutschland. München 1657 und Dresden 1667 erhielten ihr erstes öffentliche Opernhaus.

Jetzt kam Schwung in die Szene. Coole Musik, grandiose Solisten in allen Tönen, gigantische Bühnenbilder reizten die Musikbegeisterten zum Besuch in die Oper. Wie heute, wenn wir zu einem Event geladen werden. Es muss immer ein besonderes Ereignis sein. Ob Konzert, Festival, Theater oder Musical – auf die Effekte und Inhalte kommt es an. Die Werbemaschinerie läuft auf Hochform auf.

So die Oper 4.0 – es wird an die Opernreform von 1762/1767 angelehnt. Die Oper zu verstehen. Worte und Handlungen sollen es dem Zuschauer ermöglichen durch das verstandene Wort auch die Geschichte und somit die Handlung zu verstehen. Hier zur damaligen Zeit – wie auch heute sehen Fachleute Trends. Ein nicht so guter Trend – die Besucher bleiben weg. So finde ich auch als Concierge: „Die Oper ist nicht zeitgemäss, da sie nicht verstanden wird. Sie wird nicht besucht. Das kann ein bedeutender Grund zu diesem Trend sein.“

Oper 4.0 – Worte, Handlungen und Geschichte verstehen. Giuliana Retali und Matthias Kramer

Erfolgreich wurde auf der Insel Mallorca eine Oper zum verstehen aufgeführt. Giuliana Retali und Matthias Kramer setzen ihre Vision um. Mit grandiosem Beifall und lobenden Worten kommen sie nun nach Berlin. Ins Delphi-Kino. Giuliana Retali: „Worte und Musik sprechen so gleichermaßen und beginnen mit vielen unterschiedlichen Affekten ihre grosse rhetorische Kraft zu entfalten.“

OPER OHNE WORTE – Ticket-Link Coming Soon 🙂

20. und 22. September 2018 | 20:00

ehemaliges Stummfilmkino Delphi

Ensemble Sinfonic 4.0

Leitung Giuliana Retalis

Debüt-Konzert

Eroica (1802-1803) von Ludwig van Beethoven

Jupiter-Sinfonie (1788) Wolfgang Amadeus Mozart

Matthias Kramer: “Außergewöhnlicher Ansatz – Das gerade neu gegründete Ensemble Sinfonic 4.0 unter der musikalischen Leitung Giuliana Retalis verwebt berühmte Sinfonien mit Opernarien, Affekten und Projektionen. Giuliana Retalis sieht die Sinfonien aus der Sicht einer Opernkomponistin. Sie unterstellt eine Handlung, die durch den Gesang und die Projektionen hervorgehoben wird.

Tatsächlich war das Einbauen von Liedern aus Opern, aber auch zum Beispiel von Klavier- oder Flötenkonzerten in die Sinfoniekonzerte zu deren Entstehungszeit Gang und Gäbe. Heutzutage ist diese Praxis aber in Vergessenheit geraten und in Verbindung mit dem performativen Ansatz von Sinfonic 4.0 geradezu innovativ.”

Eine Empfehlung eures Concierge Gerry